In Coronazeiten

Heute ist der 4. Mai – für die Sylter ein wichtiges Datum in Zeiten der CoronaCrisis: ab heute dürfen die Zweitwohnungsbesitzer wieder auf die Insel! Und es wird spannend, denn nun werden wir erfahren, ob sie die Insel der Natur wegen so lieben, die man im Moment so schön wie nie erleben darf, oder ob es das bemerkenswerte Angebot an Dienstleistungen ist – angefangen bei der Gastronomie bis hin zu den Gästeführungen.

Ein paar Geschäfte sind zwar geöffnet, aber wer jetzt seinen Urlaub auf Sylt verbringt, findet nichts so vor, wie er es in Erinnerung hat. Geschlossene Restaurants, Bars und Strandlokale verströmen eine ganz eigenwillige Atmosphäre …

Und wer sich fragt: Was machen die Sylter denn bloß in diesen Zeiten in denen sie so viel Zeit haben?

Dem kann ich verraten, wir machen Klar Schiff: vom Keller bis zum Bodenraum, inkl. Abseiten ist mittlerweile alles durchgeputzt, die Gärten sind perfekt gejätet, Rasen gemäht, Bordsteinkanten von Unkraut befreit (was im Moment richtig Spaß macht, in meiner Straße liegen interessanterweise keine Hundehaufen mehr vor den Grundstücken …).

Ich habe beim Aufräumen Vieles gefunden, von dem ich gar nicht wußte, dass ich es besitze. Dazu gehören Filmaufnahmen, die knapp ein Vierteljahrhundert als sind.

Bis wir uns wiedersehen, vielleicht ein kleiner Trost für all jene, bei denen die Sehnsucht nach Sylt wächst:

Gedenkstein für die Opfer der Sylter Wehrmachtsjustiz eingeweiht

 

Dass Deutschlands Hauptinsel des Hedonismusses während der nationalsozialistischen Herrschaft kein Paradies war und unschuldig durch diese Zeit gekommen wäre, hat wohl kaum jemand behauptet. Den Opfern der Unrechtsherrschaft zu Gedenken bleibt Aufgabe für die Nachgeborenen.

Am 24. Februar wurde nun – endlich, möchte man sagen – der Gedenkstein für die Opfer der Sylter Wehrmachtsjustiz im Beisein von Schleswig-Holsteins Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Bürgermeister Nikolas Häckel und Initiatorin Silke v. Bremen, auf der Insel feierlich eingeweiht.

Ermöglicht wurde die Herstellung durch Gelder, die Silke v. Bremen auf ihrer Führung „Westerland – auf den Spuren des ‚Dritten Reiches'“ von Teilnehmern gesammelt hatte sowie durch eine größere, anonyme, Spende. Lesen Sie den Bericht aus den Sylter Nachrichten mit freundlicher Genehmigung des Verlages als PDF.

 

 

 

„Achtet darauf…“ Zeitzeugenprojekt mit Wilhelm Borstelmann aus Keitum auf Sylt

"Achtet darauf …" Zeitzeuge Wilhelm Borstelmann – Keitum auf Sylt DVD

Filmaufnahmen, Schnitt und Ton: DÜNEN I MEER I MEDIA / Monika Roth Grafik: Michael Holfelder Konzept, Projektleitung und Umsetzung: Silke v. Bremen, Westerland und Ulrich Hentschel, Hamburg, in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung Kosten: 5 € zzgl. Versand (Bestellformular)

Im Oktober 1942 wurde Ludwig Borstelmann (geb. 1888), wohnhaft in Keitum auf Sylt, im KZ Gross-Rosen ermordet.

Dieser unfassliche Tod des Vaters war für den Sohn Wilhelm Jürgen Borstelmann (geb. 1927) ein traumatisches Ereignis. Zeit seines Lebens hat er dafür gekämpft, dass dieses Unrecht nicht in Vergessenheit gerät.

Die Wahrheit

In ihrer Wochenendausgabe vom 4. August listet die bekannte Tageszeitung »BILD« Highlights und Must-Sees von Sylt auf. Neben Insidern, Showgrößen und anderen empfiehlt das wie üblich gut recherchierte Blatt die Führungen mit Silke v. Bremen, insbesondere ihren Ausflug in die Filmszene der Sechziger Jahre mit den Protagonisten von Ingrid Steeger bis Curt Jürgens. Na, wenn das keine Empfehlung ist ;-) Hier lesen Sie den ganzen Artikel.

Living History 2018 bei Sylt TV

Wir befinden uns mitten in der neuen »Living History« Saison, die einen ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Einblick ins Leben auf der Insel in vergangenen Zeiten gibt. Am 24. Juni 2018 hat Sylt TV die Aufführung begleitet und einen Bericht darüber zusammengestellt. Dank der freundlichen Genehmigung des Senders können wir ihn hier zur Verfügung stellen.

 

Perfekte Premiere 2018: Living History ist wieder da!

Traumwetter und ansteckende Spielfreude machten den ersten Durchgang von „Living History“ für die teilweise extra angereisten Zuschauer zu einem beeindruckenden Erlebnis. Vier weitere Termin verteilen sich über den Sylter Sommer 2018. Nähere Infos hier und auf der Website von Living History Sylt. Unten sehen Sie die Abbildung einer Seite aus ‚Hallo Sylt‘ mit der freundlichen Genehmigung des shz Verlages. Mit einem Klick auf die Abbildung öffnen Sie das PDF der Seite.

 

 

Impression vom Weltgästeführertag

21. Februar – nicht nur Biike auf Sylt sondern auch Weltgästeführertag (Link https://www.bvgd.org/weltgaestefuehrertag/wgft-2018-aktuell/). Über 80 Gäste fanden sich ein, um mit Silke v. Bremen unter dem Motto „Menschen, die Geschichte schrieben“ Westerland bei herrlichstem Wetter zu erkunden. Herr B. schrieb anschließend:

»Moin Moin! Vielen Dank, liebe Silke von Bremen! Das war heute eine ganz wunderbare Führung durch Westerland. Vielleicht war das sogar meine bisher interessantes Führung auf Sylt – und ich komme seit inzwischen 30 Jahren jeweils fünf bis sechs Wochen im Jahr auf meine geliebte Sandbank. Wunderbar haben Sie das gemacht, obwohl eine Führung mit so vielen Personen eigentlich gar nicht funktionieren kann! Vor allem bedanke ich mich, dass Sie die Erinnerung an die dunkelste Zeit des Landes und der Insel wach halten. Gerade in heutigen Zeiten, in denen wieder rassistische Nationalisten die Nachrichten dominieren und das Land spalten, ist jede Erinnerung daran, was von 1933 bis 1945 rassistische Nationalisten angerichtet haben, so, so unendlich wichtig. Danke, dass Sie helfen, die Erinnerung an den Wahnsinn nicht einschlafen zu lassen. Ich wünsche Ihnen eine tolle Saison 2018 mit vielen schönen Führungen!«

Literarische Entdeckung für Sylt

„Auf Veranstaltungen, wo ich den Eindruck habe, dass meine Anwesenheit nicht unbedingt dazu führt, dass der Altersdurchschnitt durch die Decke nach oben knallt, fühle ich mich immer besonders wohl.“ eröffnete Silke von Bremen ihre Lesung aus der Biografie „Mit Bedenken versetzt“ von Claretta Cerio am vergangenen Freitagabend im Café Wien.

Den ganzen Text zur Lesung der literarischen Wiederentdeckung von Wiebke Stitz aus der Sylter Rundschau können Sie hier nachlesen (PDF).

MEHR zu dem Buch von Claretta Cerio (PDF, Sylter Rundschau v. 3. Februar 2018): Silke von Bremen zur wechselhaften Lebensgeschichte der doppelten Insularerin Claretta Claro, zur Entdeckung und dem schwierigen Weg zu Wiederveröffentlichung ihrer Biographie „Mit Bedenken versetzt“.

Neugierig geworden? Dann finden Sie auf der Seite von DTV eine Leseprobe und die Möglichkeit das Taschenbuch zu ordern!

Syltzeit mit Silke v. Bremen

Intervew mit Silke v. Bremen aus „Syltzeit“

Fenster in die Vergangenheit

Wie Trachtenpuppen unser Wissen über alte Zeiten erweitern

Kaum zu glauben, wie wenig über die Kleidung der ländlichen Bevölkerung vergangener Jahrhunderte bekannt ist. Was wir bis heute über die Sylter Trachten zu wissen glaubten, geht auf einige Zeichnungen und sehr wenige Originalstücke verteilt auf verschiedene Museen zurück. Daher ist der Fund von über 250 Jahre alten Trachtenpuppen von Föhr und Sylt bemerkenswert, ja fast schon sensationell. Die originalen Trachten werden seit Mitte des 18. Jahrhunderts in den Frankeschen Stiftungen in Halle aufbewahrt. 1931 wurden sie in Altona gezeigt und sinnigerweise originalgetreu kopiert. Silke v. Bremen ist auf die Kopien, und über diese auf die Originale, durch einen Zeitungsartikel aus jenen Tagen gestoßen. Die Altonaer Puppen werden jetzt im Sylter Heimatmuseum gezeigt. Sie erweitern das Wissen über die verschiedenen Formen der Trachten im nordfriesischen Raum beträchtlich. Die Ausstellung wurde durch das Einspielergebnis der letztjährigen »Living History« Spielzeit ermöglicht. Sie dauert noch bis zum 27. August an.

Wiebke Stitz hat in der Sylter Rundachau vom 26. Juni einen schönen Artikel anlässlich der Eröffnung verfasst, den Sie hier als PDF lesen können.

Besuchen Sie auch die Seiten von »Living History Sylt«. Dort steht die Broschüre mit vertiefenden Informationen zu den Puppen, ihrer Geschichte und ihrem Umfeld zum Download zur Verfügung (auf der Seite „Termine und Ablauf“).